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Lokal eröffnen in Österreich: Gewerbeberechtigung, Kosten und Zeitplan

Verfasst von Ludovic Frank Veröffentlicht am 13 Min. Lesezeit
Stolzer Wirt mit Genehmigungsmappe vor seinem neu eröffneten Gasthaus in einer österreichischen Altstadtgasse mit Bergen im Hintergrund

Ein Lokal in Österreich zu eröffnen sind zwei Projekte auf einmal. Das erste macht Freude: die Karte, der Gastraum, der Schanigarten, der Name über der Tür. Das zweite ist Papierkram, entscheidet aber über alles andere: Gastgewerbeberechtigung mit Befähigungsnachweis, Anmeldung im GISA, Betriebsanlagengenehmigung, Registrierkasse, AKM. Wer eine dieser Pflichten übersieht, verschiebt die Eröffnung, manchmal um Monate.

Dieser Leitfaden bringt alle Schritte für Österreich in die richtige Reihenfolge, mit der offiziellen Quelle zu jeder Pflicht (WKO und Unternehmensserviceportal), und verdichtet sie am Ende zu einem Zeitplan von 6 Monaten vor der Eröffnung bis zum ersten Serviceabend. Er endet mit dem Punkt, den fast alle Behörden-Checklisten vergessen: die Werkzeuge, die vor dem ersten Gast stehen müssen, vom Google-Unternehmensprofil bis zu einem Online-Reservierungssystem mit 0 % Provision. Denn die ersten Wochen eines Lokals entscheiden sich daran, ob der Gastraum voll wird.

Sie planen Ihr Restaurant in Deutschland? Dort gelten andere Regeln (Gewerbeanmeldung, Gaststättenrecht der Bundesländer): unser Leitfaden Restaurant eröffnen in Deutschland behandelt sie im Detail.

Die 7 Baustellen im Überblick, in dieser Reihenfolge:

  1. Konzept, Standort und Businessplan, mit dem WKO Gründerservice als erster Anlaufstelle;
  2. Rechtsform und Finanzierung: Hausbank, aws, NeuFöG;
  3. Gastgewerbeberechtigung: Befähigungsnachweis und Anmeldung im GISA;
  4. Betriebsanlagengenehmigung für den Standort;
  5. Hygiene: HACCP und Allergeninformation;
  6. laufende Pflichten: Registrierkasse, AKM, Sperrstunde, Versicherungen;
  7. Werkzeuge für Tag 1: Google-Profil, Website, Online-Reservierung.

Schritt 1: Konzept, Standort und Businessplan

Zum Konzept haben andere ganze Bücher geschrieben, deshalb hier nur die Punkte, die in der Praxis Projekte scheitern lassen.

Die Lage lässt sich nicht reparieren. Eine Speisekarte können Sie ändern, eine Miete nachverhandeln, die Lage bleibt. Gehen Sie mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten am Objekt vorbei: Fußgängerfrequenz mittags, Publikum abends, Mitbewerber in der Gasse. Und prüfen Sie vor der Unterschrift, ob der Mietvertrag eine gastgewerbliche Nutzung ausdrücklich erlaubt und ob die Abluftführung der Küche technisch machbar ist: In Altbauten ist der Küchenabzug der Klassiker unter den Projektkillern, und er spielt auch im Betriebsanlagenverfahren (Schritt 4) eine Hauptrolle.

Nutzen Sie das Gründerservice der Wirtschaftskammer. Die WKO bietet Gründerinnen und Gründern kostenlose Beratung in jedem Bundesland und einen jährlich aktualisierten Leitfaden zur Gründung mit allen Formalitäten. Ein Beratungstermin dort kostet nichts und erspart Ihnen falsche Reihenfolgen, außerdem ist die Gründungsberatung der Weg zur NeuFöG-Bestätigung (Schritt 2).

Der Businessplan gehört an den Anfang, nicht ans Ende: Ohne ihn gibt es weder Bankkredit noch Förderung, und er zwingt Sie, Wareneinsatz, Personalkosten und realistischen Umsatz einmal durchzurechnen. Wie die Zahlen eines profitablen Betriebs aussehen, zeigt unser Beitrag zur Rentabilität im Restaurant.

Schritt 2: Rechtsform, Finanzierung und NeuFöG

Die Wahl der Rechtsform (Einzelunternehmen, OG, GmbH) bestimmt Haftung, Steuern und Formalitäten. Als Faustregel: Das Einzelunternehmen ist schnell gegründet, lässt Sie aber persönlich haften; die GmbH trennt das Betriebsrisiko vom Privatvermögen, kostet dafür Gründungsaufwand und Mindeststammkapital. Seien wir ehrlich: Diese Entscheidung treffen Sie mit einer Steuerberatung, nicht mit einem Blogartikel, auch nicht mit unserem. Mit der Gewerbeanmeldung sind Sie außerdem bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) pflichtversichert, auch diese Beiträge gehören in den Businessplan.

Bei der Finanzierung führt der Weg über die Hausbank, und die reicht Förderkredite durch. Der wichtigste Hebel des Bundes ist der aws erp-Kredit der Austria Wirtschaftsservice: zinsgünstige Kredite ab 10.000 Euro, mit Laufzeiten von 5,5 bis 16 Jahren und tilgungsfreien Anfangsjahren; für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, also auch die Gastronomie, läuft die Abwicklung über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank. Fehlen Sicherheiten, helfen aws-Garantien. Rechnen Sie neben Umbau, Küche und Erstausstattung immer eine Liquiditätsreserve für mehrere Monate ein: Ein Lokal braucht Zeit, bis es seinen Rhythmus findet.

NeuFöG nicht vergessen. Nach dem Neugründungs-Förderungsgesetz entfallen für Neugründungen bestimmte Stempelgebühren, Bundesverwaltungsabgaben und Gerichtsgebühren, und in den ersten Jahren reduzieren sich bestimmte Lohnnebenkosten. Voraussetzung ist das amtliche Formular NeuFö 2 mit Bestätigung der Gründungsberatung durch die gesetzliche Berufsvertretung, in der Regel die Wirtschaftskammer: noch ein Grund, den Termin beim Gründerservice früh zu machen.

Schritt 3: Die Gastgewerbeberechtigung, Herzstück der Gründung

Ein reglementiertes Gewerbe mit Befähigungsnachweis

Anders als in Deutschland ist das Gastgewerbe in Österreich ein reglementiertes Gewerbe: Wer ein Restaurant, Gasthaus oder Café betreiben will, muss laut WKO-Übersicht zur Gastgewerbeberechtigung einen Befähigungsnachweis erbringen. Dafür gibt es mehrere Wege:

  • Einschlägige Ausbildung: Bestimmte Schul- und Lehrabschlüsse (etwa Tourismusschulen oder eine Lehre im Gastgewerbe) ersetzen die Prüfung, teils in Kombination mit einem 12-wöchigem Praktikum. Achtung: Seit 15. März 2024 erfüllt ein Universitätsabschluss allein die Zugangsvoraussetzungen nicht mehr.
  • Befähigungsprüfung Gastgewerbe: Wer keine anrechenbare Ausbildung hat, legt die Prüfung ab; Vorbereitungskurse bieten die WIFI in allen Bundesländern an.
  • Individuelle Befähigung: Die Gewerbebehörde kann laut Unternehmensserviceportal Kenntnisse und Berufserfahrung auch ohne formalen Abschluss anerkennen, etwa nach Jahren als Küchen- oder Restaurantleitung. Zeugnisse, Dienstzeiten und Kursbestätigungen einreichen, die Behörde entscheidet.
  • Gewerberechtlicher Geschäftsführer: Sie können die Befähigung auch einkaufen, indem Sie eine Person mit Befähigungsnachweis als gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen. Diese Person muss entweder zur Vertretung nach außen befugt sein oder als Arbeitnehmer mindestens die Hälfte der Normalarbeitszeit im Betrieb beschäftigt sein. Das ist der übliche Weg für Quereinsteiger, macht Sie aber von dieser Person abhängig: Kündigt sie, brauchen Sie zügig Ersatz.

Eine Ausnahme gibt es: Für sehr kleine Angebote, etwa die Verabreichung von Speisen und Getränken mit höchstens acht Verabreichungsplätzen, genügt ein freies Gastgewerbe ohne Befähigungsnachweis. Angemeldet werden muss aber auch das.

Die Anmeldung im GISA: gebührenfrei, Start sofort

Die Gewerbeanmeldung selbst ist unbürokratischer als ihr Ruf. Zuständig ist die Bezirksverwaltungsbehörde Ihres Standorts (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat), und die Anmeldung geht persönlich, postalisch oder online über das Gewerbeinformationssystem Austria (GISA). Laut Unternehmensserviceportal fallen dafür keine Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben an, und Sie dürfen mit der Anmeldung sofort starten, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind. Mitzubringen sind im Wesentlichen Identitätsnachweise, eine Erklärung über das Nichtvorliegen von Gewerbeausschlussgründen und eben der Befähigungsnachweis; bei einer GmbH zusätzlich der Firmenbuchauszug und die Unterlagen des gewerberechtlichen Geschäftsführers.

Der Haken ist also selten die Anmeldung, sondern das, was davor liegt (Befähigung) und danach kommt (Betriebsanlage).

Schritt 4: Die Betriebsanlagengenehmigung, der unterschätzte Zeitfresser

Die Gewerbeberechtigung erlaubt Ihnen die Tätigkeit, aber noch nicht den Standort. Ein Lokal ist eine gewerbliche Betriebsanlage, und die braucht nach § 74 der Gewerbeordnung eine Genehmigung, wenn sie geeignet ist, Nachbarn oder Umwelt zu beeinträchtigen, durch Lärm, Geruch, Rauch oder Verkehr. Bei einem Restaurant mit Küche, Abluft und Gästen bis in den Abend ist das der Normalfall. Die WKO-Grundsätze zur Betriebsanlagengenehmigung erklären das Verfahren; für kleinere, emissionsarme Anlagen gibt es ein vereinfachtes Verfahren und eine Genehmigungsfreistellungsverordnung.

Praktisch heißt das:

  • Vor dem Mietvertrag klären, was genehmigt ist. Übernehmen Sie ein bestehendes Lokal mit aufrechter Genehmigung und ändern wenig, sind Sie schnell. Bauen Sie ein Geschäftslokal zum Restaurant um, planen Sie das Genehmigungsverfahren mit Einreichplänen, Lüftungskonzept und gegebenenfalls Lärmgutachten fest ein, und machen Sie den Mietvertrag von der Genehmigung abhängig.
  • Rechnen Sie in Monaten, nicht Wochen. Die Dauer hängt von Behörde, Nachbarn und Qualität der Einreichunterlagen ab. Ein Termin bei der Bezirksverwaltungsbehörde vor der Einreichung (viele bieten Projektsprechtage an) spart Schleifen.
  • Der Schanigarten ist ein eigenes Kapitel. Tische auf öffentlichem Grund brauchen zusätzlich eine Gebrauchserlaubnis der Gemeinde, und die Betriebsanlagengenehmigung muss den Gastgarten abdecken. Was dabei zu beachten ist, behandelt unser Artikel zur Außengastronomie.

Schritt 5: Hygiene, HACCP und Allergene

Als Lebensmittelunternehmer gelten für Sie die EU-Hygieneregeln: Jeder Betrieb braucht ein HACCP-basiertes Eigenkontrollsystem, also dokumentierte Routinen für Kühlketten, Temperaturen, Reinigung und Schädlingsmonitoring, orientiert an den österreichischen Leitlinien für eine gute Hygienepraxis, die die WKO für die Gastronomie zusammenfasst. Bauen Sie diese Routinen vor der Eröffnung auf, nicht nach der ersten Kontrolle durch die Lebensmittelaufsicht, und schulen Sie Ihr Team regelmäßig.

Dazu kommt die Informationspflicht über die 14 Hauptallergene nach der EU-Lebensmittelinformationsverordnung und der österreichischen Allergeninformationsverordnung: Auch bei offen verabreichten Speisen müssen Gäste erfahren können, welche Allergene ein Gericht enthält. Wie Sie das auf der Karte sauber lösen, von den Buchstabencodes bis zur geschulten Auskunftsperson, steht in unserem Leitfaden zur Allergenkennzeichnung im Restaurant.

Schritt 6: Registrierkasse, AKM, Sperrstunde, Versicherungen

Die Registrierkasse ist ab dem ersten vollen Jahr fast immer Pflicht. Nach den Regeln des Unternehmensserviceportals gilt die Registrierkassenpflicht ab 15.000 Euro Jahresumsatz je Betrieb, sobald davon mehr als 7.500 Euro bar erzielt werden, Kartenzahlungen zählen dabei als Barumsätze. Die Kasse braucht einen zertifizierten Manipulationsschutz mit Signatur auf jedem Beleg, und die Belegerteilungspflicht gilt ohnehin ab dem ersten Barumsatz. Alle Details, von der Anschaffung bis zum Jahresbeleg, behandelt unser Beitrag zur Registrierkassenpflicht in der Gastronomie.

Musik im Lokal kostet Lizenz. Hintergrundmusik, Radio oder ein Fernseher im Gastraum sind öffentliche Wiedergabe, und dafür ist in Österreich die AKM zuständig: Melden Sie die Musiknutzung an, bevor der erste Ton läuft, die Tarife richten sich unter anderem nach Fläche und Art der Nutzung, wie die WKO-Übersicht zu Musik und Fernsehen in der Gastronomie zeigt. Was GEMA und AKM konkret verlangen, vergleicht unser Artikel zu GEMA und AKM in der Gastronomie.

Die Sperrstunde regelt Ihr Bundesland. Nach § 113 der Gewerbeordnung legt der Landeshauptmann Sperr- und Aufsperrstunden per Verordnung fest, die Gemeinde kann für einzelne Betriebe eine spätere Sperrstunde bewilligen oder sie nach Beschwerden vorverlegen. Für klassische Restaurants liegt die Sperrstunde je nach Bundesland meist zwischen Mitternacht und 2 Uhr früh, für Bars später; die WKO-Übersicht zu den Sperrzeiten listet die Verordnungen aller Bundesländer. Für den Schanigarten gelten oft strengere Lärmauflagen als für den Gastraum.

Versicherungen zum Schluss. Das Fundament ist die Betriebshaftpflicht (ein Gast rutscht aus, ein Glas Rotwein trifft einen Mantel), dazu eine Inhaltsversicherung für Küche und Einrichtung und eine Betriebsunterbrechungsversicherung, falls ein Schaden Sie wochenlang schließt. Mit dem ersten Mitarbeiter kommen Anmeldung bei der Österreichischen Gesundheitskasse vor Dienstantritt und der Kollektivvertrag Gastronomie dazu; wie Sie in einem engen Arbeitsmarkt überhaupt Leute finden, zeigt unser Beitrag zur Personalsuche in der Gastronomie.

Was kostet es, ein Lokal in Österreich zu eröffnen?

Eine ehrliche Antwort statt einer erfundenen Zahl: Es hängt fast vollständig von Objekt und Konzept ab. Eine Übernahme mit aufrechter Betriebsanlagengenehmigung und funktionierender Küche kostet einen Bruchteil eines Umbaus, in dem Abluft, Fettabscheider und Sanitärräume erst entstehen müssen. Die großen Blöcke, die Sie mit eigenen Angeboten belegen sollten: Ablöse oder Umbau, Küchentechnik, Einrichtung, Einreichplanung und Beratung, Warenerstbestand, Marketing zur Eröffnung, und als wichtigster und am häufigsten vergessener Posten die Liquiditätsreserve für die ersten Monate. Die gute Nachricht: Die Gewerbeanmeldung selbst ist gebührenfrei, NeuFöG streicht weitere Gründungskosten, und der aws erp-Kredit macht die Finanzierung planbar. Stresstesten Sie den Plan trotzdem: Was passiert, wenn der Umsatz drei Monate lang 30 Prozent unter Plan liegt? Genau diese Frage stellt Ihnen auch die Bank.

Der Zeitplan: von 6 Monaten vorher bis zum Eröffnungstag

Gründer heftet Meilensteinkarten an einen großen Eröffnungsfahrplan in einem Wiener Gastraum, der noch renoviert wird
Sechs Monate Behördenwege, eine Regel: zuerst alles mit langen Verfahren

Jedes Projekt hat sein eigenes Tempo, vor allem je nach Umbau. Aber dieses Gerüst hält die Reihenfolge zusammen:

Zeitpunkt Aufgaben
6 Monate vorher Konzept, Businessplan, Standortsuche (Abluft und bestehende Genehmigung prüfen), Termin beim WKO Gründerservice, Befähigungsnachweis klären (Prüfung anmelden oder Geschäftsführer suchen)
5 Monate vorher Rechtsform festlegen, Mietvertrag verhandeln (Gastronutzung, Genehmigungsvorbehalt), Finanzierung mit Hausbank und aws beantragen
4 Monate vorher Betriebsanlagengenehmigung einreichen, Umbau planen und starten, Versicherungen abschließen
3 Monate vorher Gewerbeanmeldung im GISA (mit NeuFö 2), Küchentechnik und Registrierkasse bestellen
2 Monate vorher Google-Unternehmensprofil und Website online stellen, Online-Reservierung einrichten, Personal suchen und anmelden
6 Wochen vorher HACCP-Routinen dokumentieren, Speisekarte mit Allergenen finalisieren, Team schulen
4 Wochen vorher AKM anmelden, Lieferantenkonten eröffnen, Registrierkasse in Betrieb nehmen und testen
2 Wochen vorher Probeläufe in der Küche, Eröffnungsdatum auf Google-Profil und Social Media ankündigen
1 Woche vorher Soft Opening mit Familie, Freunden und Nachbarn, letzte Korrekturen
Eröffnungstag Aufsperren, mit einem Reservierungsbuch, das schon Einträge hat, statt mit einem leeren Gastraum

Die Logik dahinter: Zuerst kommt alles mit langen oder unkalkulierbaren Verfahren (Befähigung, Betriebsanlagengenehmigung, Finanzierung), die Feinarbeit (Karte, Deko, Playlist) zum Schluss. Es ist immer das vergessene Verfahren, das eine Eröffnung verschiebt, nie die Farbe der Sitzbänke.

Die Werkzeuge für Tag 1: Ihr Lokal muss vor der Eröffnung existieren

Das Kapitel, das in Behörden-Checklisten fehlt, aber über Ihre ersten Umsatzwochen entscheidet. Ein Lokal, das mit leerem Gastraum und null Sichtbarkeit startet, holt diesen Rückstand monatelang nicht auf.

Google-Unternehmensprofil vor der Eröffnung anlegen. Dort suchen Ihre künftigen Gäste zuerst ("Restaurant" plus Ihr Grätzel oder Ihre Gemeinde), und die Verifizierung des Profils kann dauern. Ein vollständiges Profil mit Fotos, Öffnungszeiten und Eröffnungsdatum macht Sie ab Tag 1 auf Google Maps sichtbar. Unsere Anleitung zum Google-Unternehmensprofil für Restaurants führt durch jeden Schritt.

Eine einfache Website reicht. Eine Seite mit Karte, Öffnungszeiten, Adresse und Reservierungsbutton genügt zum Start; entscheidend ist eine eigene Domain statt nur eines Social-Media-Profils. Wie das ohne Agenturbudget geht, zeigt unser Leitfaden zur Restaurant-Website.

Online-Reservierung vor dem Eröffnungstag freischalten. Der am meisten unterschätzte Hebel einer gelungenen Eröffnung: Wer zwei bis drei Wochen vorher "Reservierungen offen" ankündigt, verwandelt die Neugier des Viertels in feste Buchungen für die erste Woche. Sie eröffnen mit gefülltem Reservierungsbuch, Ihre Küche kann Mengen planen, und wer abends vor Ihrer Tür steht, reserviert sofort, statt es zu vergessen.

Genau für diesen Moment gibt es die kostenlose Version von ViteUneTable: In einem Gründungsbudget, in dem jeder Euro zählt, kostet Ihr Online-Reservierungsmodul 0 Euro, mit 0 % Provision auf Ihre Gäste und ohne Vertragsbindung. Konto anlegen, Servicezeiten und Tische definieren, und der Reservierungslink wandert auf Ihr Google-Profil, Ihre Website und Ihre Kanäle. Seien wir ehrlich: Zum Start brauchen Sie weder automatische E-Mail-Erinnerungen noch Anti No-Show-Funktionen, die kostenlose Version genügt, und auf das Standard-Paket (29 € netto pro Monat) wechseln Sie, wenn das Volumen es rechtfertigt.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Ausbildung, um in Österreich ein Lokal zu eröffnen?

Das Gastgewerbe ist ein reglementiertes Gewerbe: Sie brauchen einen Befähigungsnachweis, entweder über eine anrechenbare Ausbildung, die Befähigungsprüfung, die Feststellung der individuellen Befähigung durch die Behörde oder über einen bestellten gewerberechtlichen Geschäftsführer mit eigenem Nachweis. Details listet die WKO-Übersicht zur Gastgewerbeberechtigung.

Was kostet die Gewerbeanmeldung in Österreich?

Nichts: Für die Gewerbeanmeldung fallen laut Unternehmensserviceportal keine Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben an, und über NeuFöG entfallen bei einer Neugründung weitere Gebühren. Geld kosten dafür Befähigungsprüfung oder Vorbereitungskurse, die Einreichplanung für die Betriebsanlage und die Beratung durch Steuer- und Rechtsprofis.

Wie lange dauert es, ein Lokal in Österreich zu eröffnen?

Rechnen Sie ab Entscheidung realistisch mit 6 bis 12 Monaten, je nach Umbau und Verfahren. Die Gewerbeanmeldung selbst geht schnell (online über GISA, Start sofort möglich); die langen Posten sind der Befähigungsnachweis, die Betriebsanlagengenehmigung mit Einreichplanung und die Finanzierung. Wer ein bestehendes Lokal mit aufrechter Genehmigung übernimmt, ist deutlich schneller.

Brauche ich immer eine Betriebsanlagengenehmigung?

Fast immer, sobald Küche, Abluft oder Abendbetrieb Nachbarn beeinträchtigen können (§ 74 GewO). Für kleine, emissionsarme Anlagen gibt es ein vereinfachtes Verfahren und Freistellungen. Klären Sie vor der Unterschrift unter den Mietvertrag, ob eine aufrechte Genehmigung besteht und ob Ihr Konzept davon gedeckt ist; die WKO-Grundsätze erklären das Verfahren.

Ab wann brauche ich eine Registrierkasse?

Ab 15.000 Euro Jahresumsatz je Betrieb, sobald davon mehr als 7.500 Euro bar erzielt werden, Kartenzahlungen eingerechnet. Belege ausstellen müssen Sie ohnehin ab dem ersten Barumsatz. Ein Restaurant überschreitet diese Grenzen praktisch immer, planen Sie die Kasse mit Manipulationsschutz also von Anfang an ein.

Wann sollte ich die Online-Reservierung freischalten?

Zwei bis drei Wochen vor der Eröffnung, zeitgleich mit der Ankündigung des Datums auf Ihrem Google-Profil und Ihren Kanälen. So eröffnen Sie mit festen Buchungen statt mit der Hoffnung auf Laufkundschaft. Mit der kostenlosen Version von ViteUneTable kostet dieser Schritt nichts: Richten Sie sie früh ein und starten Sie mit einem Reservierungsbuch, das sich schon gefüllt hat.

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