Vergleiche TheFork Provision Vergleich

Alternative zu TheFork: Welches Reservierungssystem ohne Provision in 2026?

Verfasst von Ludovic Frank Veröffentlicht am 9 Min. Lesezeit
Nachdenklicher Gastwirt in einem Gasthaus zwischen einem Münzstapel, aus dem Münzen zum Fenster hinausfliegen, und einem kleinen sicheren Münzstapel neben dem Reservierungsbuch

Sie suchen eine Alternative zu TheFork? Die Kurzfassung: TheFork bringt Ihnen echte Reichweite aus seiner Verbraucher-App, das Modell dahinter besteht aber aus einem Abonnement ohne öffentliche Preisliste plus einer Gebühr für jeden Gast, der über die Plattform kommt. Eine Lösung wie ViteUneTable, ein Reservierungssystem ohne Provision rechnet dagegen mit festen Größen: eine zeitlich unbegrenzte kostenlose Version, darüber Pakete ab 29 € netto pro Monat, ohne Vertragsbindung. Dieser Artikel vergleicht beide Modelle mit nachprüfbaren Zahlen, Stand August 2026, und zeigt, wie Sie sauber wechseln, ohne eine einzige Reservierung zu verlieren.

Zwei Klarstellungen vorab, weil beide bei der Recherche immer wieder auftauchen. Erstens: TheFork und LaFourchette sind dasselbe Unternehmen. LaFourchette wurde 2007 in Frankreich gegründet, 2014 von Tripadvisor übernommen und 2020 international unter der Marke TheFork vereinheitlicht. Im Juni 2026 hat Tripadvisor den Verkauf von TheFork an American Express für 700 Millionen US-Dollar angekündigt. Zweitens: TheFork ist aus dem deutschsprachigen Markt nicht verschwunden. Eingestellt wurde 2024 das Australien-Geschäft; thefork.de und thefork.at sind aktiv, und TheFork Manager wird in Deutschland wie in Österreich weiter an Restaurants verkauft.

Was TheFork gut macht

Seien wir ehrlich: Dass TheFork in elf Ländern zehntausende Restaurants ausstattet, ist kein Zufall.

  • Echte Reichweite. TheFork nennt auf seiner deutschen Anbieterseite über 20 Millionen Besuche pro Monat in 11 Ländern und 55.000 Restaurantpartner. Für ein Lokal in einer Lage ohne Laufkundschaft oder in einer touristischen Innenstadt kann diese Sichtbarkeit Tische füllen, die ein reines Reservierungsmodul allein nicht füllt.
  • Ein Treueprogramm, das Gäste bindet. Mit Yums sammeln Gäste bei jeder wahrgenommenen Reservierung Punkte und lösen sie später als Rabatt von 20 € oder 50 € auf die Rechnung ein. Nach Angaben von TheFork enthält rund ein Fünftel der Reservierungen auf der Plattform ein Yums-Angebot, und Yums-Gäste erscheinen mit einer No-Show-Quote von nur 0,4 % bemerkenswert zuverlässig.
  • Eine komplette Software. TheFork Manager deckt Reservierungsbuch, Tischplan, Gästebewertungen und Marketingkampagnen ab. Die Kreditkarten-Garantie gegen No-Shows gibt es ab dem Performance-Plan.

Das Problem ist also nicht die Qualität des Werkzeugs. Es ist das Geschäftsmodell: Je mehr Gäste über die Plattform kommen, desto mehr zahlen Sie, und diese Gäste gehören der Plattform, nicht Ihnen.

Die Schattenseite: Rabattkultur und Gebühren pro Gast

Gästeschlange mit Rabattgutscheinen vor einem Wiener Lokal mit Schanigarten, während der Wirt an der Tür Münzen in der Hand zählt
Rabattaktionen füllen Tische, ziehen aber auch Gäste an, die nur wegen des Rabatts kommen

TheFork ist als Verbraucher-App groß geworden, und diese App lebt von Angeboten. Aktionen wie das TheFork Festival bewerben bis zu 50 % Rabatt auf Speisen in teilnehmenden Restaurants, etwa in Wien. Das bringt unbestreitbar Gäste in schwache Schichten. Es erzieht einen Teil des Publikums aber auch dazu, Restaurants nach dem höchsten Rabatt auszuwählen: Wer heute wegen minus 50 % kommt, kommt morgen oft nur wieder, wenn es wieder minus 50 % gibt. Echte Stammgäste gewinnen Sie über den Kontakt zu Ihrem eigenen Haus, nicht über den Preisvergleich in einer fremden App.

Auch die Yums-Rabatte sind nicht gratis: TheFork kofinanziert sie und schreibt dem Restaurant 50 % der gewährten Rabattbeträge auf der Folgerechnung gut. Die andere Hälfte trägt der Betrieb selbst, zusätzlich zur Gebühr für den vermittelten Gast.

Und diese Gebühr ist der Kern des Modells. Die deutsche Angebotsseite von TheFork Manager zeigt drei Pläne (Visibility, Performance, Enterprise), alle drei ausschließlich mit „Preis anfragen". Öffentlich sind nur die Einrichtungsgebühren: 300 € für Visibility, 400 € für Performance und Enterprise. Für Gäste, die über TheFork, Tripadvisor oder Partnerkanäle kommen, fällt eine Gebühr an, die „an die Preisklasse des Restaurants angepasst" wird; auch Reservierungen über Google laufen nach diesem Gebührenmodell. Gebührenfrei bleiben nur Reservierungen über die eigene Website, Instagram und Facebook.

TheFork Manager oder ViteUneTable: der Vergleich

Konditionen abgerufen im August 2026 auf den Anbieterseiten. Wo TheFork keine Zahl veröffentlicht, steht das genau so in der Tabelle.

Kriterium ViteUneTable TheFork Manager
Einstiegspreis Kostenlose Version, unbegrenzt, 0 € Auf Anfrage (3 Pläne, keine öffentliche Preisliste)
Gebühr pro vermitteltem Gast 0 % Provision, für immer Ja, nach Preisklasse des Restaurants gestaffelt
Einrichtungsgebühr 0 € 300 € (Visibility) bzw. 400 € (Performance, Enterprise)
Vertragsbindung Keine Konditionen auf Anfrage
Online-Reservierungen rund um die Uhr Ja, ab der kostenlosen Version Ja
E-Mail-Erinnerungen Standard-Paket, 29 € netto/Monat Je nach Plan
Reservieren mit Google Standard-Paket, ohne Gebühr pro Gast Ja, aber nach dem Standard-Gebührenmodell berechnet
Kartenautorisierung gegen No-Shows Standard + Anti No-Show, 49 € netto/Monat Ab Performance-Plan
Marktplatz-Reichweite Nein, Ihre Gäste reservieren direkt bei Ihnen Ja, 20 Mio.+ Besuche pro Monat laut Anbieter
Gästebeziehung Ihre Daten, Ihre Gäste Über die Plattform vermittelte Gäste

Die entscheidende Zeile ist die zweite: Bei ViteUneTable hängt Ihre Rechnung nie von Ihrem Erfolg ab. Bei TheFork wächst sie mit ihm.

Was kostet eine Gebühr pro Gast wirklich?

Da TheFork keine Beträge veröffentlicht, rechnen wir mit einer Annahme, die Sie an Ihren eigenen Vertrag anpassen können. Die Formel ist simpel:

vermittelte Gäste pro Monat × Gebühr pro Gast × 12 = Jahreskosten der Vermittlung

Nehmen wir ein Restaurant mit 300 vermittelten Gästen pro Monat und einer vorsichtigen Annahme von 2 € netto pro Gast (der tatsächliche Betrag richtet sich nach Ihrer Preisklasse und Ihrem Vertrag, prüfen Sie ihn auf Ihren Rechnungen):

  • 300 Gäste × 2 € = 600 € netto pro Monat
  • also 7.200 € netto pro Jahr, noch vor dem Abonnement und der Einrichtungsgebühr

Zum Vergleich: Das Standard-Paket von ViteUneTable kostet 29 € netto × 12 = 348 € netto pro Jahr, mit E-Mail-Erinnerungen und Reservieren mit Google, egal wie viele Gäste reservieren. Selbst das Paket Standard + Anti No-Show liegt bei 49 € netto pro Monat, also 588 € netto pro Jahr, gedeckelt.

Rechnen Sie mit Ihren echten Zahlen nach, das ist der einzige Vergleich, der zählt. Und stellen Sie sich eine unbequeme Frage: Wie viele der „vermittelten" Gäste sind in Wahrheit Ihre Stammgäste, die Sie in der App gesucht haben statt auf Ihrer Website? Für diese Reservierungen bezahlen Sie eine Akquise, die ohnehin stattgefunden hätte. Welche Systeme es neben TheFork sonst noch gibt, zeigt unser großer Vergleich der besten Reservierungssysteme für Restaurants.

So verlassen Sie TheFork, ohne Reservierungen zu verlieren

Ein Systemwechsel gelingt nicht über Nacht, aber mit vier Schritten verliert er keine einzige Buchung.

1. Exportieren Sie Ihre Gästedaten

Sichern Sie vor jeder Kündigung Ihren Bestand: Namen, Kontaktdaten, Besuchshistorie, Präferenzen. Diese Daten sind Ihr digitales Betriebskapital. Prüfen Sie in Vertrag und Oberfläche, was exportierbar ist, und tun Sie es, solange Ihr Zugang aktiv ist.

2. Prüfen Sie Ihre Kündigungsbedingungen

Da TheFork weder Preise noch Vertragskonditionen veröffentlicht, zählt allein Ihr eigener Vertrag: Laufzeit, Kündigungsfrist, Stichtag. Lassen Sie sich unklare Punkte von Ihrem Ansprechpartner schriftlich bestätigen.

3. Holen Sie sich Ihr Google-Unternehmensprofil zurück

Der wichtigste Schritt. Die meisten Ihrer Gäste finden Sie über Google, nicht über einen Marktplatz. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Google-Unternehmensprofil auf Ihr eigenes Reservierungsmodul zeigt und nicht auf eine Plattform, die pro Gast abrechnet. Wie Sie den Reservieren-Button direkt mit Ihrem eigenen Kalender verbinden, erklärt unsere Anleitung zum Thema Reservieren mit Google aktivieren: Mit dem Standard-Paket kommen diese Reservierungen ohne Gebühr pro Gast direkt bei Ihnen an.

4. Lassen Sie beide Systeme eine Zeit lang parallel laufen

Behalten Sie TheFork einige Wochen aktiv, während Ihr eigenes Modul Fahrt aufnimmt: Direktlink auf Website, Social-Media-Profilen, Anrufbeantworter und im Schaufenster. Kündigen Sie erst, wenn die Direktreservierungen die Mehrheit stellen, dann tun Sie es in Kenntnis Ihrer Zahlen. Manche stark touristischen Betriebe fahren dauerhaft zweigleisig: die Plattform für die Neukundengewinnung, das eigene provisionsfreie Modul für alle anderen.

Ein letzter Punkt: Der Abschied von TheFork löst das Thema unzuverlässiger Gäste nicht von selbst. Automatische Erinnerungen und die Kartenautorisierung bei der Reservierung bleiben Ihre wichtigsten Werkzeuge, alle Details dazu in unserem Leitfaden zum Thema No-Shows im Restaurant reduzieren.

Häufige Fragen

Sind TheFork und LaFourchette dasselbe Unternehmen?

Ja. LaFourchette ist der französische Ursprungsname von 2007. Nach der Übernahme durch Tripadvisor 2014 wurde die Marke 2020 in allen Ländern zu TheFork vereinheitlicht. Die Suche nach einer „Alternative zu LaFourchette" und einer „Alternative zu TheFork" führt also zum selben Ergebnis.

Ist TheFork in Deutschland und Österreich noch aktiv?

Ja. Zurückgezogen hat sich TheFork 2024 nur aus Australien. In Deutschland und Österreich sind sowohl die Gäste-Apps (thefork.de, thefork.at) als auch die Restaurant-Software TheFork Manager weiter verfügbar, inklusive Aktionen wie dem TheFork Festival mit bis zu 50 % Rabatt.

Was kostet TheFork Manager für ein Restaurant?

TheFork veröffentlicht keine Preise: Die drei Pläne Visibility, Performance und Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Öffentlich sind die Einrichtungsgebühren (300 € bzw. 400 €) und das Prinzip der Gebühr pro vermitteltem Gast, gestaffelt nach der Preisklasse des Restaurants (Stand: August 2026, Angebotsseite von TheFork Manager). Die Gesamtkosten hängen damit direkt von Ihrem Gästevolumen ab.

Wem gehört TheFork?

Tripadvisor hat im Juni 2026 den Verkauf von TheFork an American Express für 700 Millionen US-Dollar angekündigt; der Abschluss der Transaktion wurde für Ende 2026 erwartet. Zuvor gehörte TheFork seit 2014 zu Tripadvisor.

Wer bezahlt die Yums-Rabatte der Gäste?

Beide Seiten. TheFork kofinanziert das Treueprogramm und erstattet dem Restaurant nach eigenen Angaben 50 % der gewährten Rabattbeträge als Gutschrift auf der Folgerechnung. Die andere Hälfte des Rabatts von 20 € oder 50 € trägt der Betrieb selbst, zusätzlich zur Vermittlungsgebühr für den Gast.

Gibt es eine kostenlose Alternative zu TheFork?

Ja. Die kostenlose Version von ViteUneTable nimmt Online-Reservierungen rund um die Uhr entgegen, ohne Volumengrenze, mit 0 % Provision und ohne Vertragsbindung. Die Bezahlpakete (29 € netto pro Monat für E-Mail-Erinnerungen und Reservieren mit Google, 49 € netto mit Kartenautorisierung) bleiben optional.

Behalte ich den Reservieren-Button auf Google auch ohne TheFork?

Ja. Reservieren mit Google ist nicht an Marktplätze gebunden: Jedes Partnersystem des Programms kann Ihr Google-Unternehmensprofil mit Ihrem eigenen Kalender verbinden. Bei ViteUneTable ist das im Standard-Paket enthalten, und anders als bei TheFork fällt für Google-Reservierungen keine Gebühr pro Gast an.

Verliere ich Gäste, wenn ich TheFork verlasse?

Das hängt davon ab, welcher Anteil Ihrer Gäste wirklich über den Marktplatz kommt. Exportieren Sie Ihre Daten, messen Sie während einer Übergangsphase den Anteil der Direktreservierungen und kündigen Sie erst, wenn Website, Google-Profil und Social Media den Zulauf übernommen haben. Für Betriebe mit viel Tourismus kann auch ein dauerhafter Parallelbetrieb sinnvoll sein.

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