Gruppenreservierungen im Restaurant: große Tafeln absichern und rentabel machen
Ein Anruf am Dienstagvormittag: "Guten Tag, wir wären am Freitagabend 22 Personen für ein Firmenessen." Solche Anrufe machen einem Gastronomen den Tag: Eine große Tafel bedeutet planbaren Umsatz, eine lebendige Gaststube und oft neue Gäste, die Ihr Haus zum ersten Mal kennenlernen.
Gleichzeitig ist es die riskanteste Wette Ihrer Woche. Ein No-Show mit 2 Gedecken lässt sich verschmerzen; ein No-Show mit 22 Gedecken, bei bereits eingekaufter Ware und einer zusätzlich eingeplanten Servicekraft, verwandelt den besten Service in den schlechtesten Abend des Monats. Der Unterschied zwischen beiden Szenarien ist keine Glückssache: Er hängt davon ab, wie Sie die Gruppenreservierung vom ersten Kontakt an aufsetzen.
Dieser Leitfaden deckt den gesamten Ablauf ab: Gruppenmenü und Vorbestellung, finanzielle Absicherung (Anzahlung, Angeld, Kartenhinterlegung, mit der Rechtslage in Deutschland und in Österreich), exklusive Nutzung eines Bereichs, Serviceorganisation und die Kommunikation bis zum großen Tag. Alles davon funktioniert mit einem Reservierungsbuch aus Papier; ein System, mit dem Sie Ihre Reservierungen kostenlos online annehmen, automatisiert allerdings das Wesentliche.
Das Wichtigste in Kürze:
- eine Gruppe behandeln Sie wie ein kleines Event, nicht wie eine gewöhnliche Reservierung: schriftliche Bedingungen ab dem ersten Austausch;
- bieten Sie ein Gruppenmenü mit begrenzter Auswahl an und präsentieren Sie es als Service für die Gäste, nicht als Einschränkung;
- sichern Sie sich finanziell ab: Kartenhinterlegung für die klassische große Tafel, Anzahlung mit schriftlicher Vereinbarung für Feiern und exklusive Buchungen;
- lassen Sie die endgültige Personenzahl 48 Stunden vorher bestätigen und machen Sie diese Zahl zur Abrechnungsbasis;
- ab einer gewissen Größe wechseln Sie zur teilweisen oder vollständigen Exklusivnutzung mit Mindestumsatz.
Warum eine Gruppenreservierung Chance und Risiko zugleich ist
Beginnen wir mit beiden Seiten der Medaille, denn genau dieses Ungleichgewicht rechtfertigt alle folgenden Vorkehrungen.
Die Chance: Eine Tafel mit 15 bis 30 Gedecken füllt auf einen Schlag einen Teil Ihrer Gaststube, oft unter der Woche oder mittags, also in Zeitfenstern, die Sie sonst schwer verkaufen. Der Umsatz pro Gast ist kalkulierbar (Gruppenmenü), die Küche produziert in Serie, und ein gelungenes Firmenessen bringt in den Folgewochen Gäste zu zweit oder mit der Familie zurück.
Das Risiko: Alles, was die Gruppe rentabel macht, macht sie auch gefährlich.
- Der No-Show wechselt die Größenordnung. Wie verbreitet das Problem ist, zeigt eine Umfrage der DEHOGA Nordrhein-Westfalen unter rund 250 Betrieben: 87 Prozent kennen No-Shows aus eigener Erfahrung. Bei einer Tafel mit 20 Personen ist ein No-Show kein Zwischenfall mehr, sondern ein amputierter Service: Sie haben andere Reservierungen abgelehnt, Ware eingekauft und womöglich Personal aufgestockt. Die allgemeinen Gegenmittel behandeln wir im Leitfaden zum Reduzieren von No-Shows im Restaurant; für Gruppen gilt: Vorbeugung ist keine Option, sondern Pflicht.
- Die Gruppe schrumpft im Stillen. Der Klassiker: 25 angekündigt, 18 erschienen. Niemand hat "storniert", die Gruppe ist ja da, aber Sie haben für 25 eingekauft und gedeckt.
- Der Service kann kippen. Eine schlecht vorbereitete große Tafel blockiert die Küche, verlangsamt alle anderen Tische und verdirbt dem Rest der Gaststube den Abend.
- Wer bestellt, zahlt nicht immer. Beim Firmenessen ist die Person, die reserviert, selten die, die die Rechnung freigibt, und interne Freigaben dauern. Ohne schriftliche Vereinbarung sind Missverständnisse programmiert.
Die Antwort auf diese vier Risiken passt in eine Regel: Ab einer bestimmten Personenzahl (legen Sie Ihre Schwelle fest, oft 8 oder 10) verlässt die Reservierung den normalen Ablauf und folgt einem eigenen Verfahren mit schriftlichen Bedingungen.
Ab wie vielen Personen gilt eine Gruppenreservierung?
Eine gesetzliche Definition gibt es weder in Deutschland noch in Österreich: Jedes Haus legt seine eigene Schwelle fest, passend zu Kapazität und Küche. In der Praxis haben sich zwei Stufen bewährt:
- ab 8 bis 10 Personen: Gruppenverfahren mit Gruppenmenü und finanzieller Absicherung;
- ab etwa 15 bis 20 Personen: zusätzlich teilweise Exklusivnutzung eines Bereichs mit schriftlicher Vereinbarung und Mindestumsatz.
Wichtig ist weniger die exakte Zahl als die Konsequenz: Wer die Schwelle überschreitet, bucht nicht mehr mit zwei Klicks einen Tisch, sondern stellt eine Anfrage, auf die ein schriftliches Angebot folgt.
Das Gruppenmenü und die Menüvorbestellung: warum sie allen helfen
Erster Pfeiler des Gruppenverfahrens: Ab Ihrer Schwelle wird nicht à la carte bestellt, sondern aus einem oder mehreren vorab definierten Gruppenmenüs gewählt.
Warum ein festes Menü im Interesse aller ist
Das ist keine Schikane, und genau so sollten Sie es dem Gast auch erklären können:
- Für die Küche: 20 nahezu identische Teller verlassen den Pass gemeinsam und heiß. 20 À-la-carte-Bestellungen an einer Tafel bedeuten, dass die ersten Gäste fertig sind, wenn die letzten ihr Essen bekommen.
- Für die Gruppe: Alle essen gleichzeitig, das Essen hat einen Rhythmus, und die Organisatorin oder der Organisator kennt das Budget, bevor sie sich festlegen. Bei Firmenessen ist ein fixes Budget oft die Voraussetzung für die interne Freigabe.
- Für Ihre Marge: Ein Gruppenmenü bauen Sie aus Produkten, die Sie im Griff haben, mit kalkuliertem Wareneinsatz, statt 20 unvorhersehbare Einzelwünsche zu bedienen.
Wie Sie Menü und Vorbestellung organisieren

- Bieten Sie 2 oder 3 Menülinien zu unterschiedlichen Preisen an, jede mit begrenzter Auswahl: 2 Vorspeisen, 2 Hauptgerichte (davon eine vegetarische Option), 2 Desserts. Der Gast behält eine Wahl, die Küche behält die Kontrolle.
- Sammeln Sie die Menüwahl im Voraus ein: Bei größeren Gruppen meldet die organisierende Person die Auswahl einige Tage vorher gesammelt zurück. Ab 25 bis 30 Gedecken gehen viele Häuser zum Einheitsmenü über, und niemand beschwert sich, wenn es vorher angekündigt war.
- Klären Sie Allergien und Ernährungsweisen vorab: eine feste Frage im Angebot (vegetarisch, vegan, Unverträglichkeiten) erspart der Küche die Improvisation mitten im Service.
- Regeln Sie die Getränke schriftlich: Getränkepauschale pro Person oder eine mit der Organisation abgestimmte Weinauswahl. Getränke sind der unschärfste Posten einer Gruppenrechnung, also gehören sie ins Angebot.
- Zur Formulierung: Präsentieren Sie das Gruppenmenü als Garantie für ein gelungenes Essen ("damit alle gleichzeitig ihr Essen bekommen und Sie das Budget vorab kennen"), nie als Einschränkung. Es ist derselbe Service, den ein Caterer leistet, und Ihre Gäste verstehen das sofort.
Anzahlung, Angeld, Kartenhinterlegung: die Gruppenreservierung finanziell absichern
Zweiter und wichtigster Pfeiler: die finanzielle Absicherung. Drei Instrumente stehen zur Verfügung, mit sehr unterschiedlicher Wirkung.
| Instrument | Fließt vorab Geld? | Wirkung |
|---|---|---|
| Kartenhinterlegung | Nein (Karte als Sicherheit) | Abgebucht wird nur bei No-Show oder zu später Absage, zu vorab angekündigten Bedingungen |
| Anzahlung | Ja, ein Teilbetrag | Vorleistung auf die Rechnung; was bei Absage damit geschieht, regelt Ihre schriftliche Vereinbarung |
| Vorauszahlung | Ja, vollständig | Menü oder Event wird wie eine Eintrittskarte vorab bezahlt, meist ab einem Stichtag nicht mehr erstattbar |
Entscheidend ist in beiden Ländern dasselbe Prinzip: Alle Bedingungen werden vor der verbindlichen Reservierung angekündigt, schriftlich festgehalten, und Sie behalten nie mehr ein, als angekündigt war.
Was in Deutschland gilt
Das ausführlichste Praxisdokument stammt vom Branchenverband selbst: das DEHOGA-Merkblatt zu No-Shows in der Gastronomie unterscheidet zwei Situationen, die für Gruppen den ganzen Unterschied machen:
- Die einfache Tischreservierung (Menü wird erst im Lokal gewählt) begründet noch keinen Bewirtungsvertrag. Bleibt der Gast weg, können Sie allenfalls nachgewiesene vergebliche Aufwendungen geltend machen, was in der Praxis schwierig ist.
- Die Gruppenbuchung mit vereinbartem Menü und Preis ist dagegen ein verbindlicher Bewirtungsvertrag. Das Merkblatt rechnet ein Beispiel durch: Familienfeier, 30 Personen zum Menüpreis von 40 €, nur 15 erscheinen. Der Betrieb kann den vollen vereinbarten Betrag verlangen, abzüglich ersparter Aufwendungen wie des nicht verbrauchten Wareneinsatzes.
Für Sie heißt das: Die schriftliche Vereinbarung von Menü, Preis und Personenzahl ist in Deutschland Ihre stärkste Absicherung, noch vor jeder Zahlung. Die DEHOGA empfiehlt für größere Veranstaltungen ausdrücklich eine schriftliche Bankettvereinbarung mit Stornobedingungen.
Bei den Zahlungen selbst ist Präzision gefragt. Eine bei Vertragsschluss geleistete Draufgabe gilt nach § 336 BGB als Zeichen des Vertragsschlusses und im Zweifel nicht als Reugeld: Sie belegt den Vertrag, ist aber kein automatisches "Stornogeld". Und wer stattdessen pauschale No-Show-Gebühren in seine AGB schreibt, muss die Grenzen der §§ 309 Nr. 5 und 6 BGB beachten: Vertragsstrafen gegenüber Verbrauchern sind in AGB unwirksam, und eine Schadenspauschale darf den typischen Schaden nicht übersteigen und muss dem Gast den Nachweis eines geringeren Schadens erlauben. Auch die Verbraucherzentrale betont: Ausfallgebühren sind nur durchsetzbar, wenn sie vor der Buchung klar vereinbart wurden. Formulieren Sie also lieber eine transparente, moderate Regelung, als eine ambitionierte Klausel zu riskieren, die vor Gericht fällt.
Was in Österreich gilt
Österreich kennt mit dem Angeld ein eigenes, für Gastronomen sehr praktisches Instrument: Nach § 908 ABGB darf die schuldlose Partei das erhaltene Angeld behalten, wenn der Vertrag durch Verschulden der anderen Seite nicht erfüllt wird, oder das Doppelte des selbst gegebenen Angeldes zurückfordern. Eine als Angeld vereinnahmte Anzahlung dürfen Sie bei einem verschuldeten No-Show der Gruppe also einbehalten. Nennen Sie die Zahlung im Angebot ausdrücklich "Angeld", damit ihre Rechtsnatur eindeutig ist.
Die Wirtschaftskammer (WKO) behandelt die Reservierung als Vertrag: Bei schuldhaftem Nichterscheinen hat der Wirt grundsätzlich Anspruch auf das entgangene Entgelt abzüglich ersparter Aufwendungen. Eine Stornogebühr kann als Bedingung der einvernehmlichen Stornierung festgelegt werden; die WKO empfiehlt, Stornobedingungen vor der Reservierungsbestätigung klar und transparent zu kommunizieren und eine kostenlose Absage bis zu einer festen Frist zu ermöglichen.
Die Kartenhinterlegung: Absicherung ohne Geldfluss
Für die große Tafel ohne Exklusivnutzung (Geburtstag, Freundesrunde, Teamessen) ist die eleganteste Lösung oft, gar kein Geld im Voraus zu bewegen: Der Gast hinterlegt bei der Reservierung seine Kreditkarte als Sicherheit, abgebucht wird nur bei Nichterscheinen ohne rechtzeitige Absage, zu vorab angekündigten Bedingungen. Keine Erstattungen, keine Buchhaltung über Vorauszahlungen, aber eine deutliche Abschreckung gegen Reservierungen "auf Verdacht".
Die Arbeitsteilung, die sich in den meisten Häusern bewährt:
- bis zur Gruppenschwelle (6 bis 8 Gedecke): normale Reservierung mit automatischer Erinnerung;
- große Tafel ohne Exklusivnutzung: Kartenhinterlegung mit Betrag pro Person, bei der Reservierung angekündigt;
- Exklusivnutzung oder Sondermenü: schriftliches Angebot plus Anzahlung (in Österreich als Angeld), Restzahlung am Veranstaltungstag.
Exklusivnutzung und Mindestumsatz: wann die Gruppe den Raum bekommt
Ab einer gewissen Größe teilt sich die Gruppe Ihre Gaststube nicht mehr, sie wird sie. Zwei Modelle:
Die teilweise Exklusivnutzung: Die Gruppe erhält einen abgegrenzten Bereich (Nebenraum, Stüberl, Terrasse oder Schanigarten), während der Rest des Hauses normal weiterläuft. Das passt für etwa 15 bis 40 Personen: Die Gruppe hat ihre Privatsphäre, Sie behalten den Umsatz des normalen Service.
Die vollständige Exklusivnutzung: Das Lokal schließt für die Öffentlichkeit. Sie lohnt sich, wenn die Gruppe Ihrer Kapazität nahekommt oder das Format keinen Parallelbetrieb zulässt (Reden, Musik, Stehempfang).
Die meisten Betriebe verrechnen keine "Raummiete": Bezahlt wird über Speisen und Getränke, abgesichert über einen Mindestumsatz. Sie rechnen aus, was der Bereich an einem vergleichbaren normalen Service einbringen würde, schlagen etwas für Exklusivität und Risiko auf, und dieser Betrag ist die Untergrenze der Rechnung, auch wenn die Gruppe weniger konsumiert. Für Sonderfälle (Ruhetag, verlängerte Öffnungszeit) kann eine fixe Pauschale hinzukommen.

Die einfache schriftliche Vereinbarung, die Sie schützt
Kein Zehn-Seiten-Vertrag nötig. Ein unterschriebenes Angebot über ein bis zwei Seiten genügt, wenn es enthält:
- Datum, Uhrzeiten, betroffener Bereich (teilweise oder vollständig exklusiv);
- geplante Personenzahl und Frist für die Bestätigung der endgültigen Zahl;
- gewähltes Menü mit Preis pro Person, Getränkepauschale oder -auswahl;
- Mindestumsatz und eventuelle Pauschale;
- die bei Unterschrift fällige Zahlung, ausdrücklich benannt (Anzahlung, in Österreich Angeld) samt Betrag;
- die Stornostaffel (zum Beispiel: kostenlos bis 14 Tage vorher, 50 Prozent bis 7 Tage vorher, danach der Mindestumsatz);
- die Regel, dass die bestätigte endgültige Personenzahl die Abrechnungsbasis ist (siehe unten).
Bei Firmenessen gehören die Rechnungsangaben (Firmierung, UID-Nummer, eventuelle Bestellnummer) schon ins Angebot: Diesen Angaben nach dem Essen hinterherzulaufen ist deutlich mühsamer.
Ein Sonderfall mit eigenem Kalender ist die Weihnachtsfeier: Firmen sichern sich die begehrten Termine im November und Dezember oft Monate im Voraus, und wer sein Gruppenverfahren bis zum Spätsommer stehen hat, verkauft die stärksten Abende des Jahres zu seinen Bedingungen. Der Weihnachtsfeier-Leitfaden für Restaurants behandelt diese Saison im Detail.
Den Service einer großen Tafel organisieren
Die Vereinbarung schützt Ihren Umsatz; die Organisation schützt Ihren Service. Was am Tag selbst den Unterschied macht:
- Zeichnen Sie die Tafel vorab in den Tischplan ein. Eine 20er-Tafel wird auf dem Plan geplant, bevor Sie zusagen, nicht am Abend selbst. Nur so sehen Sie, wie viele "normale" Gedecke sie wirklich kostet, und kalibrieren Mindestumsatz und Absicherung. Mit einem digitalen Reservierungsbuch samt Tischplan ist das eine Sache von Minuten.
- Verschieben Sie den Beginn der Gruppe leicht gegen den Stoßbetrieb: Eine Tafel, die um 19:30 Uhr startet, während sich die Gaststube ab 20:30 Uhr füllt, lässt die Küche in Ruhe in Serie ausgeben, ohne den restlichen Service zu blockieren.
- Benennen Sie eine feste Ansprechperson im Service: Ein Teammitglied betreut die Organisation, den Aperitif, den Rhythmus der Gänge und die Rechnung. Die übrigen Servicekräfte behalten ihre Stationen.
- Bereiten Sie die Küche vor: Menü ausgehängt, Vorbestellungen gesammelt, Ausgabewellen zwischen Küche und Ansprechperson abgestimmt. Eine gut vorbereitete große Tafel ist paradoxerweise einfacher zu bedienen als ein normaler Service, weil alles vorher bekannt ist.
- Klären Sie die Rechnung im Voraus: eine Gesamtrechnung, getrennte Rechnungen oder Firmenrechnung? Diese Frage gehört ins Angebot, nicht um 23:30 Uhr vor 22 Gästen mit gezückten Karten.
Die endgültige Personenzahl 48 Stunden vorher bestätigen lassen
Letzter und meistvernachlässigter Pfeiler: Zwischen der Reservierung (oft Wochen im Voraus) und dem großen Tag lebt die Gruppe ihr eigenes Leben. Gäste springen ab, andere kommen dazu, die Uhrzeit verschiebt sich. Ihre Kommunikation muss mithalten:
- Bei der Reservierung: sofortige schriftliche Bestätigung mit allen Bedingungen (Menü, Preis, Absicherung, Stornostaffel). Diese Bestätigung gibt allem anderen seine rechtliche Kraft.
- 7 Tage vorher (große Gruppen und Exklusivnutzungen): Zwischenstand mit der Organisation, Einsammeln der Menüwahl und der Ernährungshinweise.
- 48 Stunden vorher: die Bestätigung der endgültigen Personenzahl. Fragen Sie die definitive Zahl ab und halten Sie in Ihren Bedingungen fest, dass diese bestätigte Zahl die Mindestbasis der Abrechnung ist. Das ist das Gegenmittel zur still schrumpfenden Gruppe: 25 bestätigt, 25 berechnet, auch wenn 21 erscheinen. 48 Stunden vorher können Sie Einkauf und Personal noch anpassen; am Abend selbst nicht mehr.
- Am Vortag: automatische Erinnerung an die Organisation mit Uhrzeit und bestätigter Personenzahl.
Und wenn die Gruppe trotz allem absagt oder stark schrumpft? Dann greifen Ihre Absicherungen (einbehaltenes Angeld, verrechnete Anzahlung, Mindestumsatz), und eine gepflegte Warteliste kann den frei gewordenen Bereich noch in bediente Gedecke verwandeln statt in einen Totalausfall.
Gruppenreservierungen mit ViteUneTable verwalten
Alles Vorstehende geht von Hand, aber das Wesentliche lässt sich automatisieren. Mit ViteUneTable, dem Reservierungssystem für Restaurants:
- nimmt die kostenlose Version Ihre Reservierungen rund um die Uhr online an, mit 0 % Provision und ohne Vertragsbindung, inklusive sofortiger schriftlicher Bestätigung und Tischplan für Ihre großen Tafeln;
- legen Sie Ihre Gruppenschwelle fest: Ab einer bestimmten Personenzahl läuft die Online-Buchung nicht mehr durch, sondern wird zur Anfrage per Telefon oder E-Mail, also genau die Reservierung, die ein Angebot verdient;
- aktivieren Sie mit dem Paket Standard + Anti No-Show (49 € netto pro Monat, weiterhin 0 % Provision) die Kartenhinterlegung gezielt: erst ab einer bestimmten Tischgröße, nur für bestimmte Services, mit einem Betrag pro Person nach Ihrer Wahl; der Gast sieht die Bedingungen bei der Reservierung und erneut in der Bestätigung;
- reduzieren automatische E-Mail-Erinnerungen vor dem Essen die Vergesslichkeit, die häufigste Ursache für No-Shows.
Seien wir ehrlich: Ihre Angebote und Bankettvereinbarungen erstellt ViteUneTable nicht, dieser Teil bleibt bei Ihnen (eine Seite genügt, siehe oben). Der gesamte Zyklus aus Reservierung, Absicherung, Erinnerung und Gästehistorie ist dagegen abgedeckt, und genau dort entscheidet sich das Gros der Gruppen-No-Shows.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Personen spricht man von einer Gruppenreservierung?
Eine gesetzliche Definition gibt es nicht, weder in Deutschland noch in Österreich: Jedes Haus legt seine Schwelle nach Kapazität selbst fest. In der Praxis wechseln viele Restaurants ab 8 bis 10 Personen ins Gruppenverfahren (eigenes Menü, finanzielle Absicherung) und denken ab 15 bis 20 Gästen über eine teilweise Exklusivnutzung nach.
Darf ein Restaurant für eine Gruppenreservierung eine Anzahlung verlangen?
Ja, in beiden Ländern, solange die Bedingungen vor der verbindlichen Buchung klar vereinbart werden. In Österreich bietet sich das Angeld nach § 908 ABGB an: Bei verschuldetem Nichterscheinen der Gruppe darf der Wirt es einbehalten. In Deutschland zählt vor allem die schriftliche Vereinbarung von Menü, Preis und Personenzahl; benennen Sie die Zahlung eindeutig und halten Sie fest, was bei einer Absage mit ihr geschieht.
Ist eine Gruppenreservierung rechtlich bindend?
Deutlich stärker als eine einfache Tischreservierung. Nach dem DEHOGA-Merkblatt zu No-Shows kommt mit vereinbartem Menü und Preis ein Bewirtungsvertrag zustande: Erscheint die Gruppe nicht, kann der Betrieb den vereinbarten Betrag abzüglich ersparter Aufwendungen verlangen. In Österreich sieht die WKO die Reservierung ebenfalls als Vertrag, aus dem bei schuldhaftem Nichterscheinen Ersatzansprüche entstehen. Ohne schriftliche Vereinbarung bleibt die Durchsetzung allerdings mühsam.
Darf ein Restaurant einer Gruppe ein festes Menü vorschreiben?
Ja, völlig frei, solange es vor der Reservierung angekündigt wird: Das Gruppenmenü gehört zu den Bedingungen, die die Gruppe mit ihrer Buchung akzeptiert. Es liegt sogar im Interesse der Gäste, weil es gleichzeitiges Servieren und ein vorab bekanntes Budget garantiert. Zwei bis drei Wahlmöglichkeiten pro Gang genügen fast allen Gästen.
Was tun, wenn die Gruppe kleiner erscheint als angekündigt?
Beugen Sie vor, statt zu reagieren: Lassen Sie die endgültige Personenzahl 48 Stunden vorher bestätigen und schreiben Sie in Ihre Bedingungen, dass diese Zahl die Mindestbasis der Abrechnung ist. Werden 25 Gedecke bestätigt und 21 erscheinen, wird trotzdem auf Basis von 25 abgerechnet. Ohne diese schriftliche Klausel haben Sie kaum eine Handhabe.
Kartenhinterlegung oder Anzahlung: was passt besser für Gruppen?
Die Kartenhinterlegung bewegt kein Geld und passt für die gewöhnliche große Tafel: abschreckend gegen No-Shows, ohne Erstattungsaufwand. Die Anzahlung (in Österreich als Angeld) gehört zu Feiern und Exklusivnutzungen, bei denen Sie in Vorleistung gehen, etwa mit Sondermenü oder zusätzlichem Personal. Viele Betriebe kombinieren beides: Kartenhinterlegung bis zu einer bestimmten Tafelgröße, Angebot mit Anzahlung darüber.
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