Vergleiche foratable Vergleich Reservationssystem Schweiz

Alternative zu foratable: der ehrliche Vergleich für Schweizer Restaurants

Verfasst von Ludovic Frank Veröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Gastgeberin auf der Terrasse ihres Restaurants am Zürichsee, die auf einem Tablet zwei Reservationssysteme vergleicht, im Hintergrund See und Berge

Wer in der Deutschschweiz ein Reservationssystem sucht, landet früher oder später bei foratable: Die Plattform des Zürcher Unternehmens Lunchgate gehört seit den 2010er-Jahren zum Inventar der Schweizer Gastronomie. Wenn Sie diesen Artikel lesen, prüfen Sie vermutlich gerade, ob foratable sein Geld wert ist, oder Sie zahlen bereits und fragen sich, ob es günstiger geht.

Beides sind berechtigte Fragen. foratable ist ein solides Schweizer Produkt, aber es hat eine klare Eigenschaft: Es ist teuer, und es kennt keine Gratisversion. Der Einstieg kostet CHF 115 pro Monat, bezahlt wird jährlich im Voraus. Wer nur ein verlässliches Online-Reservationsbuch braucht, findet heute Alternativen, die deutlich günstiger oder sogar kostenlos sind. ViteUneTable bietet zum Beispiel eine unbegrenzte Gratisversion mit 0 % Provision, ohne Jahresvertrag und ohne Gebühr pro Gast.

Dieser Vergleich bleibt ehrlich, in beide Richtungen: erst die geprüften Preise, dann die echten Stärken von foratable, dann die Grenzen, und am Ende eine nüchterne Entscheidungshilfe.

Was ist foratable?

foratable ist das Reservationssystem der Lunchgate AG mit Sitz an der Badenerstrasse in Zürich. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der Online-Tischreservation in der Schweiz: Bereits 2018 platzierte Lunchgate nach eigenen Angaben 1,8 Millionen Gäste über sein System, 30 Prozent mehr als im Vorjahr (Quelle: startupticker.ch, Januar 2019).

Das Produkt deckt den klassischen Funktionsumfang ab: Online-Reservationen rund um die Uhr, digitales Reservationsbuch, Tischplan, Gästeprofile, dazu das Konsumentenportal lunchgate.ch, über das Gäste Restaurants entdecken und direkt reservieren können. Auch grosse Betriebe und Gruppengastronomie setzen auf foratable, das Unternehmen nennt auf seiner Website unter anderem die Familie Wiesner Gruppe als Referenz.

foratable arbeitet ohne Provision und ohne Gebühr pro Gast: Sie zahlen ein Abonnement, nicht pro Reservation. Das ist fair und transparent, das Modell selbst ist nicht das Problem. Die Frage ist die Höhe der Rechnung.

Was kostet foratable? Die geprüften Preise

Alle Zahlen stammen von der offiziellen Preisseite von foratable, abgerufen am 25. September 2026, alle Preise exkl. MWST:

  • Basic: CHF 115 pro Monat. Enthält das Reservationsbuch, Online-Reservationen und Reserve with Google, also den Reservationsknopf direkt in der Google-Suche und auf Google Maps.
  • Professional: CHF 180 pro Monat. Ergänzt unter anderem erweiterte Funktionen und zusätzliche Integrationsmöglichkeiten.

Dazu kommen die Nebenkosten, die in der Kalkulation gern vergessen gehen:

  • SMS-Nachrichten: CHF 0.09 pro SMS.
  • Integrationen (PMS, Kasse, Payment): je CHF 50 pro Monat plus CHF 150 Einrichtungsgebühr. Kassen- und Payment-Integration gibt es nur im Professional-Plan; die Payment-Integration kostet zusätzlich CHF 0.25 pro Kartenprüfung und CHF 0.50 pro Transaktion.
  • Migration von einem anderen System: CHF 250 pro Konto.

Und der Punkt, der im Verkaufsgespräch selten fett gedruckt wird: Die Preise werden jährlich im Voraus fällig, die Kündigungsfrist beträgt 60 Tage. Für den Basic-Plan überweisen Sie also CHF 1'380 auf einen Schlag, für Professional CHF 2'160, bevor die erste Reservation eingegangen ist. Eine Gratisversion oder einen Testplan ohne Kosten gibt es nicht.

Gastgeber am Schreibtisch seines Restaurants, der mit Taschenrechner und Notizblock die Jahreskosten seines Reservationssystems zusammenrechnet
Jährlich im Voraus: die Abrechnung lohnt sich vor der Unterschrift, nicht danach

Seien wir ehrlich: das macht foratable gut

Ein Vergleich, der den Platzhirsch nur schlechtredet, ist wertlos. foratable hat drei echte Stärken:

Schweizer Verwurzelung. Das System ist in Zürich entwickelt, auf Schweizer Betriebe zugeschnitten und seit weit über einem Jahrzehnt im Markt. Support, Vertrieb und Produktsprache sind schweizerisch, das merkt man bis in die Wortwahl: Bei foratable heisst die Reservation Reservation.

Die Reichweite von lunchgate.ch. Das hauseigene Konsumentenportal bringt Betrieben einen zusätzlichen Entdeckungskanal, den reine Software-Anbieter nicht haben. Wer auf Laufkundschaft aus dem Portal zählt, bekommt hier einen Mehrwert, den ein Direktreservationssystem allein nicht ersetzt.

Eigene Daten zum No-Show-Problem. Lunchgate wertet als einer der wenigen Anbieter systematisch aus, wie oft reservierte Tische in der Schweiz leer bleiben: Laut dem No-Show-Report von Lunchgate, über den der Blick am 28. März 2026 berichtete, erscheinen im Schnitt 2,2 Prozent der Gäste mit Reservation nicht, über 1'000 No-Shows pro Tag verteilt auf mehr als 1'200 ausgewertete Restaurants. Solche Branchendaten öffentlich zu machen, ist ein Verdienst. Was Sie als Betrieb konkret gegen leere Tische tun können, zeigt unser Leitfaden zu No-Shows im Schweizer Restaurant.

Wo foratable an seine Grenzen stösst

Den Stärken stehen vier Punkte gegenüber, die je nach Betrieb schwer wiegen:

Kein Gratis-Einstieg. Die Preisliste beginnt bei CHF 115 pro Monat. Für ein Landgasthaus mit 30 Reservationen pro Woche oder eine Quartierbeiz, die vor allem telefonische Anfragen digitalisieren will, ist das ein hoher Fixpreis für eine Grundfunktion.

Jahresbindung mit Vorkasse. Jährliche Vorauszahlung plus 60 Tage Kündigungsfrist bedeutet: Sie binden Kapital und können nicht einfach nach drei Monaten wechseln, wenn das System nicht zum Betrieb passt.

Die Nebenkosten summieren sich. Kassenanbindung CHF 50 pro Monat plus CHF 150 Setup, Payment nochmals dasselbe plus Transaktionsgebühren, SMS einzeln verrechnet: Ein Professional-Konto mit zwei Integrationen liegt schnell bei CHF 280 pro Monat und über CHF 3'400 im Jahr, exkl. MWST.

Deutsch dominiert. Die Preisseite von foratable existiert nur auf Deutsch. Für Betriebe in der Romandie oder im Tessin, oder für mehrsprachige Gruppen, ist das ein praktisches Hindernis.

Wie sich foratable damit in die gesamte Schweizer Anbieterlandschaft einordnet, von localsearch bis TheFork, zeigt unser grosser Überblick über Reservationssysteme für Schweizer Restaurants.

Die Alternative: ViteUneTable mit Gratisversion und 0 % Provision

Volle Transparenz: Dieser Blog gehört zu ViteUneTable, deshalb legen wir unser Modell genauso offen auf den Tisch wie die Preise der Konkurrenz.

ViteUneTable ist ein Direktreservationssystem: Gäste reservieren über Ihre Website, Ihren Google-Eintrag und Ihre Social-Media-Profile, das Reservationsbuch führt Ihr Team digital. Das Preismodell:

  • Gratisversion, zeitlich und mengenmässig unbegrenzt: Online-Reservationen rund um die Uhr, automatische Bestätigungen per E-Mail, komplettes Reservationsbuch. Keine Kreditkarte nötig, kein Ablaufdatum, keine Reservationsgrenze.
  • Standard-Paket: 29 € exkl. MWST pro Monat. Ergänzt automatische E-Mail-Erinnerungen vor dem Besuch und Reserve with Google, dieselbe Google-Integration, die bei foratable im Basic-Plan enthalten ist.
  • Standard + Anti No-Show: 49 € exkl. MWST pro Monat. Ergänzt die Kartenautorisierung bei der Reservation, der wirksamste Hebel gegen leere reservierte Tische.

Auf jedem Plan gilt: 0 % Provision, dauerhaft, keine Gebühr pro Gast, keine Jahresvorauszahlung, monatlich anpassbar. Selbst das grösste Paket kostet damit einen Bruchteil des foratable-Einstiegspreises von CHF 115.

Und die ehrliche Gegenrechnung, denn die gehört dazu: ViteUneTable hat kein Konsumentenportal wie lunchgate.ch und bringt Ihnen von allein keine neuen Gäste, die Reichweite Ihres Google-Profils und Ihrer Website müssen Sie selbst pflegen. SMS-Erinnerungen bietet ViteUneTable nicht an, Erinnerungen laufen per E-Mail. Und die Rechnung kommt in Euro, nicht in Franken. Wer den Portal-Kanal von Lunchgate aktiv nutzt und messbar Gäste daraus gewinnt, hat einen realen Grund, bei foratable zu bleiben.

Für wen lohnt sich der Wechsel?

Die Entscheidung lässt sich auf eine Frage verdichten: Woher kommen Ihre Gäste?

  • Ihre Gäste finden Sie über Google, Ihre Website oder Empfehlungen: Dann bezahlen Sie bei foratable CHF 1'380 bis 2'160 pro Jahr im Voraus für Funktionen, die es auch gratis oder für einen Bruchteil gibt. Ein Wechsel rechnet sich ab dem ersten Monat.
  • Sie gewinnen messbar Gäste über lunchgate.ch: Dann rechnen Sie nach, was diese Gäste wert sind. Liegt der Zusatzumsatz klar über den Jahreskosten, ist foratable sein Geld wert.
  • Sie sind unsicher: Richten Sie eine Gratisversion parallel ein und messen Sie drei Monate, ohne Fixkosten und ohne Vertragsbindung. Danach entscheiden Sie mit Zahlen statt mit Bauchgefühl. Beachten Sie dabei die 60-tägige Kündigungsfrist und das Ende Ihrer laufenden Jahresperiode bei foratable, damit sich die Abonnemente nicht unnötig überschneiden.

Der Wechsel selbst ist überschaubar: Servicezeiten und Tischkapazität im neuen System konfigurieren, das Reservations-Widget auf der Website austauschen, den Buchungslink im Google-Unternehmensprofil und in den Social-Media-Profilen umstellen, Reserve with Google über den neuen Anbieter neu verbinden. Das ist eine Sache von Stunden, nicht von Wochen.

Häufige Fragen

Was kostet foratable pro Monat?

Der Basic-Plan kostet CHF 115 pro Monat, der Professional-Plan CHF 180 pro Monat, jeweils exkl. MWST und jährlich im Voraus fällig, mit 60 Tagen Kündigungsfrist. Dazu kommen je nach Nutzung SMS-Gebühren (CHF 0.09 pro SMS) und Integrationskosten (je CHF 50 pro Monat plus CHF 150 Setup). Quelle: offizielle Preisseite, Stand 25. September 2026.

Hat foratable eine Gratisversion?

Nein. foratable bietet keinen kostenlosen Plan an, der Einstieg beginnt beim Basic-Plan zu CHF 115 pro Monat. Wer eine unbegrenzte Gratisversion sucht, findet sie bei ViteUneTable: Online-Reservationen, Bestätigungs-E-Mails und das komplette Reservationsbuch kosten dort dauerhaft nichts, mit 0 % Provision.

Verlangt foratable eine Provision pro Reservation?

Nein. foratable arbeitet mit festen Abonnementspreisen und verrechnet keine Provision und keine Gebühr pro Gast. Kostenpflichtig pro Einheit sind nur SMS-Nachrichten und, im Professional-Plan mit Payment-Integration, Kartenprüfungen und Transaktionen.

Ist Reserve with Google bei foratable enthalten?

Ja, Reserve with Google ist bereits im Basic-Plan zu CHF 115 pro Monat enthalten. Bei ViteUneTable ist dieselbe Google-Integration Teil des Standard-Pakets zu 29 € exkl. MWST pro Monat.

Wem gehören die Gästedaten beim Wechsel des Reservationssystems?

Ihnen. Als Betrieb sind Sie datenschutzrechtlich verantwortlich für Ihre Gästedaten, unabhängig vom Anbieter. Exportieren Sie vor einem Wechsel Ihren Reservationsverlauf und Ihre Gästeliste aus dem alten System und prüfen Sie beim neuen Anbieter, dass die Daten jederzeit exportierbar bleiben. Bei ViteUneTable gehören die Gästedaten vertraglich Ihnen und sind jederzeit exportierbar.

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